Es sieht aus wie eine Mischung aus Krabbelgruppe und Musikunterricht: Eltern singen, tanzen und trommeln mit ihren Babys
und Kleinkindern. Das Konzept heißt “Musikgarten” - und immer mehr junge Familien begeistern sich dafür,
berichtet die Zeitschrift
ELTERN in ihrer aktuellen Ausgabe.
Einjährige sitzen bei ihren Müttern und Vätern auf dem Schoß, singen und wippen - und sausen plötzlich
“ri-ra-rutsch” zwischen den ausgestreckten Beinen auf den Boden. Dann setzt sich die
“Schwäb’sche Eisebahne” im Lokomotiven-Marsch in Gang. Einer krabbelt oder stapft hinter dem anderen
her und die Kleinsten schütteln ihre Rasseln dazu im Takt. Eine typische Szene aus einem der neuen Musikgärten, die
zumeist in Musikschulen oder Kindereinrichtungen untergebracht sind. Sie bieten Müttern und Vätern mit Kind die
Gelegenheit, sich einmal pro Woche zu treffen, um gemeinsam mit ihren Kleinen Töne und Klänge zu erzeugen.
Das Neue an der Idee der Musikgärten ist, bereits Babys und Kleinkinder in die Welt der Klänge, Töne und Geräusche
einzuführen. Das macht nicht nur Spaß, sondern hat auch enorme Auswirkungen: Schon bei Schulanfängern werden deutliche
Intelligenzunterschiede zwischen musizierenden und nicht musizierenden Kindern gemessen. 1300 lizensierte
Musikgarten-Lehrkräfte gibt es derzeit in Deutschland, berichtet ELTERN. Sie bieten Kurse für drei Altersgruppen an: für
Babys bis 18 Monate, für Kinder zwischen 18 Monaten und drei Jahren und für Kinder zwischen drei und fünf Jahren,
jeweils mit einem Elternteil. Eine Adressliste und weitere Informationen über die neuen Musikgärten finden Interessierte
unter
musikgarten.info.
Quelle: Zeitschrift Eltern