Bloß keine Lernorgien! Zweimal am Tag zehn Minuten Vokabeln pauken ist effektiver als eine lange Sitzung.
Dies rät der Neurobiologe und Lernforscher Prof. Manfred Spitzer aus Ulm. Die gute alte Eselsbrücke sollte noch viel
mehr genutzt werden. Das Gehirn funktioniert genau so: Neu Gelerntes wird mit Bekanntem verknüpft. Nervenzellen bilden
dabei Brücken - Synapsen genannt - zu Nachbarzellen. Zum Vertiefen des neuen Wissens rät Spitzer, anderen davon zu
berichten: “Wer lehrt, lernt selbst.” Erfolgserlebnisse beim Lernen schütten Glückshormone im Gehirn aus -
aber nur, wenn man sich den Spaß daran erhält, nicht zu lange büffelt und sich realistische Ziele setzt. Erwachsene
müssen sich darauf einstellen, dass sie langsamer lernen als Kinder. Doch weil sie mehr wissen, können sie Neues
schneller und besser mit vorhandenem Wissen verknüpfen.
Quelle: Apothekenzeitschrift: “Apotheken Umschau”