Die Zecken-Saison hat begonnen. Die manchmal infektiösen Spinnentiere halten sich vor allem in Wäldern, im hohen Gras,
Gebüsch oder im feuchten Laub auf. Zum Schutz gegen einen Zeckenbiss helfen am besten lange Hosen und langärmelige
Kleidung. Wer sich in der freien Natur aufgehalten hat, sollte danach seinen Körper nach Zecken absuchen. Zecken lieben
vor allem warme Körperregionen, wie Achselhöhlen, Kniekehlen, den Hals oder den Kopf.
Ein Zeckenbiss ist aber kein Grund zur Panik. Idealerweise entfernt man die ungebetenen Gäste mit einer Zeckenpinzette.
Dazu setzt man diese direkt über der Haut an und hebelt die Zecke vorsichtig heraus. Je kürzer die Zecke am Körper war,
desto geringer ist das Risiko für eine Ansteckung. In keinem Fall aber sollten Klebstoff, Öl oder andere Mittel
eingesetzt zu werden, um die Zecke zu ersticken. Denn im Todeskampf sondert das Tier vermehrt Flüssigkeit aus und erhöht
damit die Gefahr einer Infektion.
Zecken übertragen schwere Krankheiten wie die
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder die
Borelliose. Deswegen empfehlen die
Johanniter nach einem Biss den Besuch bei einem Arzt. Dieser kann eine Infektion am besten
erkennen.
Das Robert-Koch-Institut hat im Frühjahr die gefährdeten Regionen für FSME bekannt gegeben. Besonders die südlichen
Bundesländer sind betroffen. In solchen Risikogebieten empfiehlt sich für Menschen, die sich viel in der Natur
aufhalten, und für Kinder, die viel im Freien spielen, eine vorsorgliche Impfung mit dem Hausarzt zu beraten. Auch
können Insekten abweisende Mittel einen gewissen Schutz bieten.
Informationen zu den Risikogebieten sind abrufbar unter
www.rki.de.